… nun, wie beschreibt man sowas am besten. Viele Viele Stunden mit massivem Spaß bot mir „World of Warcraft“ über Jahre hinweg. Ich denke es war ganz klar die Freizeitbeschäftigung, der ich ein Großteil meiner Freizeit gewidmet habe und ich bereue es zu keiner Zeit. Innerhalb dieser gesamten Zeit habe ich vieles angenehme erlebt, einiges unangenehme mit Sicherheit auch und ich will nochmal versuchen, meine WoW Karriere Revue passieren zu lassen.
Na klar habe ich auch „kopflos“ den Druiden hochgespielt, wirklich verstanden habe ich das Spiel und viele meiner Weggefährten wohl auch erst mit LVL 50 so richtig. Tank? Heilung? DPS? Von nix eine Ahnung gehabt, davon aber eine ganze Menge. Was erinnere ich mich an endlose Stunden in der unteren Blackrock Spitze. Niemand kannte sich da aus, es war verwirrend groß, effektiv waren wir gleich gar nicht und der Respawn war allgegenwärtig nervig und immer unser Feind. Damalige Weggefähren, Anwarr, Barbos … Mixi natürlich und ach so viele andere noch. Wir gründeten gemeinsam am 17.7.2005, also vor mehr als 4 Jahren, die „Keepers of Dawn“. In all dieser Zeit habe ich niemals die Gilde verlassen oder auch nur damit geliebäugelt, es war mein virtuelles zu Hause. Viele kamen, viele gingen, in den Spitzenzeiten dieser, inzwischen einer der ältesten aktiven Gilden des Servers, zählten wir weit über 100 Accounts. Es wurde geheiratet, Kinder wurden geboren. Beziehungen entstanden, andere gingen auseinander. Zweitcharaktere hatten die Spieler ebenfalls in der Gilde, wir hielten nix davon, Twinkgilden zu gründen. 254 Mitglieder war wohl die Höchstzahl, wie ich mich erinnere. Ich spielte ab und an ein wenig PvP und aus diesen Anfangszeiten sind mir auf der Gegenseite von damals immer noch Namen wie Sareefa & Edge im Kopf geblieben. Oder auch noch Tiamatsrüge. Intensiv habe ich das nicht verfolgt, aber durchaus mit viel Erfolg, WENN ich es denn mal mit den Invictus Jungs betrieben habe, die das für ihr erklärtes Ziel religiös verfolgten, dort massiv zu gewinnen.
Diese ersten Raids waren natürlich eindrucksvoll. 40 Leute zugleich im Teamspeak, alle am selben Strang – WOW ! Den Zauber seiner ersten erlebten Raids wird wohl kaum einer vergessen. Zerwürfnisse wegen der Leistung innerhalb der extrem zielstrebigen und fordernden PVP Hälfte des Raids und uns etwas ruhigeren Gesellen beendeten das aber schnell. Dabei legten wir direkt schon in den ersten 2 Abenden 7 Bosse im geschmolzenen Kern, wer konnte das schon von sich behaupten … ! Wir waren schliesslich alle neu dort und ohne Raiderfahrung. Nichtsdestotrotz, wir erweiterten unseren Spielerpool und die Gilde und nicht allzuviel später zogen wir auf eigene Faust los. Wieder war mir die Raidleiterrolle auferlegt, zusammen mit meinem ewig treuen Weggefährten und Organisator im Hintergrund, der „doofen Hex“ Sinthora ging’s weiter.
„Scheisse ist der groß“ war eine der Reaktion im TS beim ersten Auftauchen Ragnaros’. Scheisse war das laut, als er nicht so viele Abende später das Zeitliche segnete. Schon damals fanden unsere Raids nur an zwei Tagen in der Woche statt. Zwei Tage, auf die sich alle immer sehr sehr gefreut haben. Direkt prickelnd schon war da die Vorfreude schon auf den nächsten Raidabend. BWL war das nächste Ziel für uns. Und huiii war das nochmal ein anderes Kaliber für uns Hausfrauen und Hobbyspieler, für unsere Mitspieler zwischen 50-60 Jahren und aber auch für die jungen, die da mit 14 Jahren ihr Unwesen trieben bei und mit uns. Uns gelang es schlussendlich, dort Razorgore irgendwann in die Schranken zu weisen. Der Raidkiller „Vaelastrasz“ stand uns bevor und wirklich! Der war hart für uns. Doch irgendwann fiel er, dieser eindrucksvolle Drache in einem für ihn viel zu kleinem Raum. Ich meine, es war für uns der 37. Versuch, an dem es uns endlich gelang. Für mich der schwierigste Boss dort, so unberechenbar, so intensiv und drastisch gestaltet. Später bei unseren Durchmärschen, wo wir souverän alles erlegten, konnte er uns immer wieder noch gefährlich werden. Unsere Tanks erreichten das erste Mal auch Trefferpunkte jenseits der 10.000er Grenze … Treu aber folgten alle immer meinen Einteilungen, die ich mit mit meinem Druidenkollegen Firunjan vornahm, mit dem ich mir die Leitung seinerzeit teilte. Es waren grandiose Zeiten voller Spaß und intensiv erlebter Erfolgserlebnisse. Jeder Boss (bis auf Lashlayer) war irgendwie doch erarbeitet und anders. Die ewiglichen Chromaggus Kämpfe, das Hundi hatte so abnorm viele Trefferpunkte … Nefarian am Balkon, die magische „40″ auf dem Dach, das erste Mal die Landung des gewaltigen Drachen dann auf dem Balkon. Diese Szenen, die man virtuell gemeinsam erlebte, unterhielten uns auch auf zahlreichen Gildentreffen, die stattfanden. Unter anderem auch gaben die Erfahrungen soviel Stoff für Erzählungen, daß wir auch mit 50-60 Gildies (!) Kassel unsicher machten und dort eine großartige Zeit verlebten. Ich denke gerne daran zurück.
Sogar eine zweite Schlachtgruppe formierte sich innerhalb der Reigen der Keepers – trotz 40 Mann konnten einfach nicht alle mit, die gerne wollten. Und auch dieser Schlachtgruppe gelang es immerhin, bis Razorgore vorzudringen und diesen zu besiegen. Zu dieser Zeit hatte ich selbst auch noch einen Priester auf 60 gespielt und sprengte mit diesem die DMG Meter z.B. in der SG-2 oder auch hier und da mal als Gast in anderen Raids. Es war gut zu wissen, daß auch das sehr gut ging, trotz vieler Unkenrufe anderer Schatten-Spieler oder allgemeinem Gejammer.
Das Tier2 Set konnte ich ebenso wie das T1 Set vervollständigen. Auch T0 hatte ich voll und sogar die Questreihe zum T0,5er habe ich tapfer durchgezogen und hatte auch dieses Set vollständig – allerdings war ich da schon nahezu T2 komplett. Es war eine gute und schöne Zeit. Uns gelang es sogar, das legendäre Schwert „Thunderfury“ satte 2x zusammenzubauen in der Zeit. Ich glaube, das können nur wenige Schlachtzüge von sich behaupten. Auch wenn das natürlich im wesentlichen am Dropglück der Fesseln lag, na klar. Trotzdem war es eine denkwürdige Aktion, auch der gewaltige Kraftakt im Farmen der Materialen dafür, wo eben alle mithalfen und daran arbeiten. Man bedenke, 100 Gold waren damals noch ein SATTER Batzen und nicht mal eben erfarmt.
„The Burning Crusade“ nahte am Horizont. Die Tore von Ahn’Qiraj öffneten sich, wir machten Dienstags noch eine 20er Gruppe für AQ20 & Zul’Gurub auf, beide Instanzen wurden sehr, sehr oft ebenfalls vollständig geleert. AQ40 aber kam bei unserer Schlachtgruppe nicht gut an. Das Thema „Käfer“ lag einfach keinem. Wir kämpften uns bis einschliesslich Fankriss durch, aber dann wollte keiner mehr dorthin. BWL war immer noch toll irgendwie, Naxxramas stand noch zur Debatte. Aber wir hatten nur einen oder zwei Abende dort. Anub’Rhekan sah uns immerhin 2x, aber dann kam BC und der Raidbetrieb wurde zunächst eingestellt.
Ich persönlich mochte „Burning Crusade“ im Nachhinein sehr. Es war anspruchsvoll und schwieriger als die Vanilla-Zeit. Ruf bei Fraktionen war von nun an von Bedeutung, gleichzeitig aber nicht ätzend zu erhaschen, allgemein hat’s mir gut gefallen. Die 25er Raids wurden wieder aufgenommen und wir scheiterten kläglich schon an Gruul. Das war für mich persönlich eine unangenehme Zeit als Führungsperson in Entscheidungsposition. Von mir selber behaupte ich, eine guten Überblick über die jeweilige Einzelleistung im Raid zu haben und sollte die Funktion gesichert werden, MUSSTE sich hier einiges ändern. Hier hiess es dann leider „aussortieren“. Letzten Endes sorgte wohl der Frust an Gruul selbst schon dafür, daß die Schlachtgruppe dort zerbrach. Trotz supi Vergangenheit und auch persönlicher Sympathien, die ohne Zweifel da waren (ich verbrachte z.B. auch ein Sylvester mal in Hamburg bei WoW Bekannten!) kam ein glatter Bruch, an dem ich auch selber zu knabbern hatte. Denn unfair wollte ich selber nie werden und ich denke auch, ich war es nicht. Trotzdem wurde Kritik überhaupt nicht gut angenommen, was sicher u.a. am Versagen der SG selbst lag. Sei’s wie’s sei, die Keepers schrumpften sich gesund, wenn man so will. Für mich gab’s dann einige Wochen Raidpause mit meinem Druiden, Hex und ich vergnügten uns in anderen SG’s, ich mit dem Priester, der natürlich auch die 70 sah. Dort weit vor allen anderen rangierend war das natürlich irgendwie auch lustig, souveränst davonzuziehen. Kann nicht sagen, daß mir da keiner abging *lach*. Natürlich übertreibe ich, aber der Übergang zum Hogger-Raid, der sauber in Planung lag war so sehr angenehm.
Handverlesen hatten vor allem TDK & Rohal mit dem gedanklichen Setup der zukünftigen Hoggies zu tun, natürlich im Kern die Zugpferde des „alten Raids“. Rücksprache mit mir und meinen Empfehlungen gabs natürlich und Rohal, der die Raidleitung machen wollte und sollte bestand auf meine Mithilfe. Ich war mal ganz froh, deppert mitschwimmen zu können und konzentrierte mich auf den Heilerpart. Den ich bis heute am liebsten mag
Der Raid lief erwartungsgemäß toll an, FdS & SSC lagen vor uns und wollten bezwungen werden.
Februar übernahme ich dann erneut komplett die Leiterrolle. Ich kann im TS ja eh nicht meine Klappe halten wie alle wissen, die schonmal mit mir geraidet haben.
Die meisten, die das hier lesen werden sind Beteiligte von diesem Raid, den ich gerade später zu Sunwell Zeiten als einen extrem (!) potenten Raid kennengelernt habe. Unglaublich, wie gut wie unterwegs waren und was wir alles gerissen haben. Immer im direkten freundschaftlichen Wettstreit auch mit den Leuten von NA, US, die um uns herum gondelten. Im Nachhinein muss ich schon sagen, mit stolzgeschwellter Brust diesen Haufen Hobbyspieler mit nur 7-8 Raidstunden die Woche auch dahingebracht zu haben, wo andere mit mind. doppeltem Aufwand standen. Das war ganz ganz großes Kino, was ihr Spieler da gezeigt habt! Wir waren dort nicht nur 1-2 Handvoll Zugpferde und Leute, die sich sehr gut haben motivieren und mitziehen lassen, wir führten mitunter echt richtig gutes Ballett auf. Der gegenseitige Respekt war groß untereinander. Der Void Reaver fiel am ersten Abend, Solarian nicht so sehr viel später. Wir besuchten den Schlangenschrein und die Festung im Wechsel, die Raidabwechslung war seinerzeit prima. So viel Spaß hatten wir an Lady Vashj, die ich auch heute noch für einen der kreativsten Bosse halte. Die gute Dame hielt uns einige Zeit auf Trab aber ihr Fall war auch einer der großen Momente in der Hoggerraidgeschichte.
Ich hatte schon das große Glück mit Leuten loszuziehen, die eben nicht blöd im Kopf oder merkwürdig waren. Bei Fragen war ich allgemeiner Ansprechpartner und ich würde lügen wenn ich nicht sagte: Ich habe das durchaus genossen und tat es bis heute! Es ist gut zu wissen, das man seine sache ordentlich macht und das durch schier endlose Whisper und Bemerkungen am Abend auch zu hören bekommt. Das sind die schönen Seiten, die man bei der Raidleitung geniessen kann. Die andere Seite, die einen in Trab hält, konnte das Gott sei Dank nicht herunterziehen.
Herrjeh war ich manchmal auch angenervt, wenn sich unser extrem schmaler Kader (selten waren wir deutlich über 30 Mann bei den Hoggies) mal wieder nur zu 90% angemeldet hatte. Der sehr schmale Kader aber war teil unseres Konzepte und nur diese große Konstanz aller Beteiligten Mitspieler, bei der jeder einzelne über ein halbes Jahr gesehen immer eine Raidbeteilung nur knapp unter 100% aufwies, ermöglichte uns die steilen Lernkurven!
Wenn man in seinem eigenen Raid ist und hier und da dann mal wieder eine dumme Aktion erlebt, fehlt einem schnell mal der Vergleich. Allerdings, wenn ich dann mal woanders mitlief, aushalf oder einfach nur so dabei war wurde mir immer wieder klar, welches Niveau wir doch schon erreicht hatten.
Kael’Thas erlag unserer Schlachtgruppe, Hyjal war das nächste Ziel. Aus privaten Gründen verliessen uns im April/Mai 2007 einige Spieler, nach dem Ausscheiden Rohals brauchten wir wieder einige fitte Spieler und hier stiessen wir auf die „Tempest“ Jungs. Auch „dufte Typen“, wie man so schön sagen konnte. Spielerisch sowieso oben auf, aber sie brachten auch viel viel Spaß und Konstanz mit. Sie wurden zu einem nicht mehr wegzudenken Teil der Hoggies. Den schwarzen Tempel leerten wir erfolgreich (Klick!), Hyjal überrannten wir schon quasi. Archimonde war für uns merkwürdigerweise schlimm, aber der Rest war supi. Illidan fiel in tollen Kämpfen, Kalecgos (Klick!) wie schon oben erwähnt auch nicht viel später. Der Lichking stand vor der Tür, für uns etwas zu früh aus Sunwell Sicht. Aber Kay-jay starb …(Klick!)
Rückblickend hatten wir unseren spielerischen Zenith erreicht, ohne Zweifel. Später im Lichking konnten 10er Gruppen auch die 310er Drachen erhaschen, sowohl zu Naxx Zeiten mit dem verseuchten als auch in Ulduar mit dem rostigen. Und trotzdem sorgte WotLK mit seinem mangelnden Anspruch auch dafür, daß Spieler nun langsam begannen, mit dem Spiel aufzuhören. Dankbar verliessen sie den Raid und das Spiel, in all der Zeit war das immer der einzige Grund gewesen, warum wir überhaupt Spieler aus dem Hogger-Raid verloren haben. Sie waren nämlich immer glücklich mit und bei uns, aber das Spiel selber konnte sie nicht mehr halten. Einzig die Loyalität, die unseren „Hoggies“ innewohnte, hielt viele noch über Monate nach Erreichen der unteren Spaßgrenze. Dennoch fand mit WotLK bei uns während Naxxramas dann eine veränderung statt und die ersten Langzeitspieler verliessen das Spiel. Spitzenspieler mit unheimlichem Spielverständnis und noch guter Laune, denen das Recycling des Spielinhalts aber auch zuviel Spielspaß raubte. Dieser Trend war nicht aufzuhalten und so sind wir heute doch zu 2/3 ein anderer Raid, ein anderer Schalchtzug, als wir es zum Ende von „The Burning Crusade“ waren.
Aber WoW bot nichts mehr und für mich waren einige dieser Spieler auch der Großteil des fast schon garantierten Spielspaßes, den ich MIT diesen Menschen haben konnte. Es ist schwierig in Worte zu fassen und auch die, die nun mal neu mit in den Raid kamen und helfen machen ihre Sache wahrlich gut. Persönlichkeiten, die aber wichtig für mich sind gibt es nicht mehr und denen mag ich hinterhertrauern. Sie fehlen mir und diese Personen können auch die neuen Mitspieler nicht ersetzen, nur Ihnen nacheifern.
Mir ist natürlich sehr bewusst, was es für diesen, unseren Raid bedeutet, wenn ich nun meinen Hut nehme. Dieser Ausblick macht es mir logisch auch nicht leichter. Aber ich fühle mich nicht mehr gefordert. Mir ist das Spiel zu simpel geworden, ein zu offensichtlicher „Time Sink“. Ich denke, ich hab das Spiel auch zu sehr „begriffen“. Angucken „ah, so geht das“. Schwierig, da etwas neues zu bieten natürlich. Und damit ist einfach die Zeit gekommen, diesen Teil hinter mir zu lassen. Ihr habt nun schon wahnsnnig lange durchgehalten und das alles gelesen und ich könnte noch unglaublich viel mehr schreiben. Im wesentlichen aber doch zu den Spielern, die mich über Jahre begleitet haben. Zu euch allen könnte ich einzeln absatzweise referieren, aber das sprengt doch den Rahmen.
Der olle Super-Fliksi, der gerne unverzeihlich schimpft und die Kollegas mal gern als plöht hinstellt *ggg*. Trotzdem, wo wären wir, wenn Du nicht tanken würdest?
Hexi, immer liebevoll den DKP Schrott gemacht, Punkte verteilt und ewiger Plündermeister und auch immer da, wenn man mal Vorgehen besprechen musste und wie’s mit dem Raid weitergeht.
Varo Auch immer da gewesen, ruhige Seele. Ich glaub, nur einmal warst Du richtig sauer in all den Jahren, aber sonst stets einen zynischen Kommentar und eine konstant gute und souveräne Leistung gezeigt. Hab Dich immer super gern dabei gehabt!
Brek aka Almo, immer gute TS Präsenz gehabt und damit auch eine der prägenden Figuren im Raid. Danke auch, daß Du so konstant dabei warst und den Spaß geteilt hast. Du bist und warst dadurch auch sehr wichtig gewesen, Dirk!
Anwarr… Sisqui … nun auch Emen. Spieler, die uns in den letzten Tagen verliessen und mich damit auch sehr traurig machten. Ömmels stets großartige Höflichkeit war enorm bemerkenswert. Niemals ausfallend oder gar böse. Sisqui über Jahre hinweg Teil „meiner“ Gruppe 1. Ensignion, Sisqui, Tdk, Sinthora & ich – was hatten wir für dicken Spaß auch im Gruppenchannel! Unvergessen. Kologarn-Pulls oder „Rammel-Sissi“. Was habe ich gelacht. Thunderfury-Anwarr, einer meiner ersten Begleiter überhaupt auch in 5er Gruppen.
Das ewig verlässliche Schurkenteam überhaupt, Timeas & Emen. Meiner Heilerkollegen. Was haben wir gefeiert, als Mike aka Dranos nicht an der Statue vorbeikam! Den hab ich sehr sehr vermisst nach BC. Ewiglich treu Sent & Jancava, das Priesterpäärchen.
Es ist unglaublich schwierig allen Danke zu sagen. Gerne hätte ich auch mal erlebt, wie ein Slyboogie auf Rohal trifft *ggg* Bosse ge two-hitted? *lach* Beide Spieler waren in ihrer Klasse schon sehr besonders. Aber auch Tourgwai & Broti waren Garant für ausgezeichnete Spieler.
Und sehr gerne erinnere ich mich auch an den guten Borchel alias Barlosch. Plötzlich verliess er uns, aber auch er trug den Raid und auch die Jägerfraktion.
Unsere Heilschamanen noch Schamicha & Katja, die ebenfalls beide auf sehr gutem Niveau nun spielten – ich werd’ sie alle vermissen.
Oder denken wir an eine weitere treue Seele, den guten Havelaar. Auch Gernot ist mir als Spieler und auch als freundlicher Mensch ans Herz gewachsen. Ein Paradebeispiel toller Entwicklung. War er doch sehr unsicher zu Anfang und schnell überfordert, wenn er ungewohnte Sachen machen musste, änderte sich das im Laufe der vielen Monde doch erheblich. Waren wir vlt. als Raid zunächst frustriert, daß er bei M’uru die drei Adds einfangen sollte und das mal so GAR nicht klappen wollte – so war er aber beim Firstkill von Mimiron im 10er Hardmode dabei und war eine Bereicherung mit seinen Aufgaben, seiner Vorstellung an Fehlerfreiheit und seiner Hingabe dort und konnte sich zurecht auf die Schulter klopfen.
Wir alle haben unglaublich lustige Momente erlebt, bisweilen konnte ich mir den Bauch nicht mehr halten. Wir Hoggies waren ein sehr ungezwungener und unglaublich lustiger Raid. Gäste, die wir mal mitnahmen waren ohne Ausnahme stets begeistert und fragten immer wieder nach oder boten sich an, wenn wir doch mal wieder jemanden brauchten … kann es eine schönere Bestätigung für unsere Moral geben? An unser Team, das wir gebildet haben?
Es fällt schon schwer, alle Spieler namentlich zu erwähnen und es möge sich niemand vergessen fühlen. Auch Todesmoppel, das Jäger+Hexe Päärchen sind alles Spieler, die ich liebgewonnen hatte. Ich komme vom hundertsten ins Tausende. Auch unser Fronti hatte am Ende seinen Platz, brachte Motivation und sorgte auch immer dafür, daß die Zyniker unter uns und die „fiesen Säcke“ ein Opfer hatten, der mit den teils derben Sprüchen auch umgehen konnte. Dafür, Tom, möchte ich Dir auch nochmal von Herzen danken!
Unser allgegenwärtiges Schattenpriesterchen Fiannah Es gab kaum einen Raidabend, wo Du nicht präsent warst und damit stellst auch Du ausserhalb der Raidleitung den Inbegriff für Konstanz dar. Dafür ebenso ein dickes, dickes Danke auch an die Frauenfront damit.
Schlussendlich bedanke ich mich bei allen. Für euer Vertrauen in meinen Stil, den Haufen auch zusammenzuscheissen. Für eure Loyalität und nichtzuletzt für endlos viele Stunden Spielspaß und Zerstreuung in meiner Freizeit, zu der ihr alle beigetragen habt. Es war ein satter Haufen Arbeit, organisatorisch gesehen, aber in den allermeisten Fällen hat es sich ausgezahlt. Und die wenigen weniger erfreulichen Abende gehen zahlenmäßig weit in der Menge der tollen Abende unter, so wie es auch mit einer Freizeitbeschäftigung sein sollte.
Für unsere Albernheiten sei symptomatisch dieser Screenshot auch nochmal in Erinnerung gerufen: Klick!
Und den Spitznamen von euch, „Elch“ – ja nun, auch das habe ich als nette Geste von euch allen angenommen. Letztlich ist ein Spitzname auch eine persönliche Geste und ich hab mich immer drüber gefreut, auch wenn er irgendwie skuril ist.
Danke an alle, die so sehr lange durchgehalten haben, diesen doch etwas längeren Text zu lesen. Im Laufe meiner WoW Karriere habe ich sicher hunderte verfasst, sicher waren auch mal Textwände mit dabei. Und große Berichte zu unseren Bosskills waren alle von mir gewohnt. Aber auch das war aufgrund des Schwierigkeitsgrads nicht mehr lohnenswert am Ende, durchzuziehen. Sie waren es nicht mehr wert.
~3100 Wörter waren es nun. Ich bedanke mich schon im Vorraus für eure lieben Worte, die mich bestimmt erwarten werden, nach diesem Beitrag … aber seid gewiss, ich stehe und stand immer zu meinen Entscheidungen, ein Zurück wird es nicht geben ihr Lieben.
„Ihr wisst nicht, was euch erwartet !“
-Euer Elch