Schwächen von Aion … #4

In der Zwischenzeit habe ich Level 33 erreicht und zwei Instanzen besucht. Das „Ausbildungslager“ in Nocsana und den Feuertempel in Morheim. Die erste dient wohl tatsächlich eher zum Eingewöhnen, als wirkliche Instanz geht sie kaum durch. Von LVL25-28 war sie besuchbar, aber es war sehr simpel gehalten, nichts besonderes.
Der Feuertempel war schon interesanter, eine legionsinterne Gruppe mit 5 Mann, alle im Schnitt Level ~31 kämpfte sich dort nun durch. Die aus WoW bekannte „doofe Hex“, noch LVL29 und als Heiler unterwegs, ich als 32er Templer kämpften gegen Mobs, die am Eingang mit Level 34 herumkreuchten, der Endboss hatte LVL37. Keinerlei Crowd Control on board ging’s los, echte Sorgen gab’s nie. Nach einem Zufallsprinzip sind Bosse in der Instanz anwesend – oder eben auch nicht. Eigenartig, beim ersten Gedanken. Beim zweiten aber auch noch. Man hüpft hinein, haut tonnenweise recht langweiligen Trash. Immer brav in 2er Trüppchen, stressfrei zu pullen, sitzt der optisch ansprechende Feuertempel voll mit seltsamen Elementaren und sonstigem Getier. Als geübter Spieler aber ist es schlichtweg zu simpel gewesen. In Unterzahl und sicher nicht overequipped (im WoW-Äquivalent: Wir trugen grüne Sachen …) rannten wir da einfach durch. Wenn das jetzt schon so ist, stelle ich mir es arg vor, wenn wir ein bisserl vernünftige Ausrüstung vorweisen können, die man den Mobs entgegenträgt. Man bedenke immerhin, der Boss war ein 37er Elite Mob.

Das eigentliche Hauptproblem aber empfand ich bei folgender Beoabchtung: Die Bosse KÖNNEN Gegenstände dabei haben, müssen aber nicht. Hmm okay, nahm ich beim ersten Mal so hin. Wenn man nun aber schon vier Mal den ges. Tempel leergeräumt und auch einigen der Bosse ihren Weltfrieden brachte, darf auch gerne mal ein schönes Ding droppen. Das fand’ ich dann mitunter schon frustrierend, denn dann kann ich „draussen“ ebensoviele Gegenstände finden und mich ausrüsten, der Sinn des Instanzenbesuchs, der Gruppenorganisation als solches wird so ein wenig in Frage gestellt, was ich unnötig unschön finde. Mal die Tatsache bei Seite genommen, daß es in einer Gruppe mehr Spaß bringt zu spielen natürlich. Eventuell bin ich auch WoW geschädigt, wo es gerade in der letzten Zeit Gegenstände quasi hintergeworfen gab, neben einer Viezahl an Gegenständen aus dem Boss noch Marken, die ihrerseits Gegenstände gaben usw …. Aber dennoch, Bosse zu looten und es ist wirklich GAR NICHTS drin, das trägt nicht zur Motivation bei.
Das bedarf einer Überarbeitung, wie ich finde.

Veröffentlicht in: on Oktober 26, 2009 at 8:46 Kommentar schreiben

Schwächen von Aion … #3

Grundsätzlich finde ich es bei Aion schön, daß ich erstmal alles lernen kann, wenn mir danach ist. Kein Entscheidungsszwang direkt für zwei Berufe oder sowas, man kann einfach alles hochskillen. Bin noch lange nicht so weit, aber offenbar muss man sich im High-End Bereich schon für zwei finale high-End Berufe entscheiden, bis dahin ist es aber eine GANZE Weile und der Kram ist lange vorher schon sehr brauchbar bis ausgezeichnet.

Allerdings finde ich es mehr als brechend öde, den Fertigkeitswert nach oben zu treiben. Eigentlich ist es eine nette Idee: Anstelle wie bescheuert Materialien farmen zu müssen und Dinge herzustellen, die dann sowieso kein Mensch mehr braucht, wie das mit einem riesigen Teil der Gegenstände auf dem Weg zur 450 der Fall war bei WoW, erledigt man hier sogenannte ‘Arbeitsaufträge’. Man kauft noch einige Zutaten beim Händler umme Ecke (die sich aber auch schnell zusammläppern, preislich gesehen) und baut den Kram zusammen und gibt die Quest wieder ab. Bis man schwarz wird … alle 10 erreichte Fertigkeitslevel bekommt man die nächstschwierigere Aufgabe, um stets „gut“ skillen zu können.

In der Praxis aber ist das sowas von BRECHEND langweilig, dabei zuzusehen wir der Balken von Erfolg und Misserfolg endlich mal hochwandert, daß man dabei einschläft. Durch die Aufträge selbst, die man immer einzeln erledigen muss (erstell 6 davon, bau 9 davon) kann man auch nicht einfach mal 100 herstellen, weil eine der Zutat nahezu passend immer vom Questgeber geliefert wird – bunkern, „Alle erstellen“ anklicken und ‘ne Stunde AFK gehen ist also leider nicht. Nun, wäre es so, hätte man auch den nächsten Schritt gehen können und einen „Wirf hier Summe X Kinah ein und erhalte Fertigkeitslvl 199″ oder sowas.

Dennoch empfinde ich es als grandios langweilig. Zwar lohnend im Ergebnis, aber tödlich öde.

Veröffentlicht in: on Oktober 13, 2009 at 8:57 Kommentare (1)

Schwächen von Aion … #2

Die Goldseller. Im allgemeinen Channel sind sie, sie flüstern den Spieler an, sie sind allgegenwärtig. Sie weisen eine unglaubliche Widerholrate auf und haben in den letzten Tagen ebenfalls entdeckt, daß man die möglichen Schlachtzugsymbole ebenfalls im Chat benutzen kann und kleiden ihre Werbung auf unglaublich nervige Art & Weise eben mit diesen Symbolen im Überfluss aus.
Zu hoch-Zeiten hat man beim Einschalten des Allgemeinen Channels bereits einen Lauftext zu bewundern, der sogar für den geübten Schnell-Leser kaum mehr zu lesen ist. Die Zufallscharaktere „kjljdh“ und direkte Verwandte spammen wie, und so oft sie nur können. Da nutzt es auch nichts, daß man erst mit Erreichen des 5. Levels dort schreiben kann … Testweise brauchte ich 16 Minuten Spielzeit, bis ich einen Charakter von 1 auf 5 gespielt habe und das geht sicher noch einen Moment schneller, wenn man einen Magier oder eben Späher dafür wählt.

Die schiere Penetranz ist wirklich schlimm aktuell und hier bin ich von NCSoft enttäuscht: Es ist absolut absehbar gewesen, daß sich die Goldseller hier breit machen und von den Mitbewerbern hätte man da längst Methoden übernehmen und vlt. sogar verbessern können, um das einzuschränken. Man könnte fast meinen, das kommt überraschend, aber dann müsste man totale Ignoranz unterstellen.

Ich hoffe, daß das nicht zutrifft.

Aber die Preise fallen dabei beständig, so kosteten noch vor ca. einer Woche 1 Mio. Kinah ~36 Euro, inzwischen sind’s nur noch 19 Euro.

Veröffentlicht in: on Oktober 12, 2009 at 8:12 Kommentar schreiben
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Schwächen von Aion … #1

Sind derer reichlich. Im Moment bezeichne ich mich wohl doch eher als Gelegenheitsspieler, bin derzeit kurz vor Level 25 stehend. Ich habe mich schon in der Closed Beta für den Templer, also die Tankklasse entschieden und werd’ die Tage mal einige Sachen aufzählen, die ich für unglaublich ungeschickt gewählt halte.

Zu allererst ist da das „Mob Tagging System“. Wir WoW-Spieler kennen das so: Ich oder meine Gruppe/Schlachtgruppe haue(n) einen Mob oder beleidige(n) ihn auf irgendeine Weise. Mache ich das schneller als ein anderer, so gehört das böse Monster mir. Wenn es mir gelingt, es umzuklopfen, bekomme ich vom Wolf z.B. die großartige epische 2H-Axt, die Wölfe eben so mit sich tragen. Soweit so gut. Zwar können Spieler von ausserhalb meiner Gruppe mit draufklopfen, aber ausser auf den Lebensbalken des Wolfs hat das auf ihre Berechtigung zur Beute keinerlei Einfluss.

Wie ist das bei Aion?

Dort läuft es etwas anders ab. Besagtes Wolfsäquivalent dort taucht auf und man greift es an. Von mir aus mit zwei oder drei Gruppen. Wer bekommt nach vollendeter Greueltat die Beute? Hier hat sich NCSoft gesagt: „Na klar, logischerweise (!) die, die das meiste dazu beigetragen haben“. Und die Messlatte wurzelt hier im angerichteten Schaden. Derjenige also, der nach dem Tod des Mobs den meisten Schaden eben an diesem Mob angerichtet hat, der wird ihn looten können.
Welch grober Unfug und Anfängerfehler das ist, im Hinblick auf die 3 Grundausrichtungen Heiler/Tank/Schaden ist, brauche ich wohl gar nicht erst großartig ausführen. Und das speziell mir als Templer, der es im Schaden selbstverständlich und prinzipbedingt mit einer Schadensklasse nicht aufnehmen kann, das unangenehm auffällt, dürfte klar sein. Assoziales Spielerverhalten wird dadurch nicht nur gefördert, durch bescheuertes Zoning können einige schon gar nicht anders handeln!
Kreativ war NCSoft beim Instanzieren. Das ist wirklich eine tolle Idee! Ich laufe irgendwo herum, will Monster hauen aber da sind schon viele Spieler. Also wechsele’ ich einfach den „Kanal“ und kriege eine Kopie des Gebietes, eine andere Instanz sozusagen, wo hoffentlich nicht so viel los ist. In der Praxis klappt das wirklich hervorragend, kann ich nicht anders sagen! Daumen hoch für diese Idee. Der geneigte Leser erwartet ein ‘aber’. Okay :) Gleich. Mit dem System kann ich auch dem Mob Klau gut aus dem Weg gehen, ich springe in einen anderen Kanal und hau da friedlich um und die anderen müssen das auch nicht zwnagsweise machen, um ihrerseits die Mobs zu kriegen.
Aber (!): Es gibt einige sogenannte PvP Gebiete bei Aion. Die haben ganz bewusst nur diesen einen Channel, eben damit Asmodier und Elyos sich auch über den Weg laufen, wenn mal wieder ein Riss zwischen den Welten entsteht. Und in diesen Gebieten ist es als nicht Schadensklasse an einigen Quest-Hubs unmöglich, vernünftig zu spielen. Ich schnapp mir einen Büffel, klopfe darauf herum, schaffe ca. ein Drittel seiner HP. Dann kommt ein Sorcerer (Zauberer) vorbei und three-hittet das Vieh schwupps, seiner. Argh. Und selten ist DAS nicht. Aber die Leute werden durch die total überlaufenen Gegenden und dem mangelnden weiteren Kanal (am besten wäre noch deutlich mehr, so ist das Anfangsgebiet auch 6fach instanziert) dazu angestiftet, wie sonst soll man an die Büffel-Leber kommen?

Wirklich ganz schlimme Sache …
Das dadurch die ohnehin schon MASSIV zu niedrige Zahl von Tanks & Heilern damit nicht gefördert wird … wen wundert’s? Der „Suche nach Gruppe“ Channel jedenfalls spricht mehr als Symphonien und Bände.

Veröffentlicht in: on Oktober 9, 2009 at 6:53 Kommentare (4)

Der Nachruf …

Kann bisweilen auch rührend sein. Am letzten Raidabend, bei dem der Hogger-Raid wie durch Butter alles im aktuellen Content (Ulduar != aktuell) im 1st Try legte und nach anderthalb Stunden Raid arbeitslos war, leuchtete mein Bildschirm eigentlich nur violett. Violett ist die Farbe der Flüstereien bei mir gewesen und die Kunde des Abschieds verbreitete sich fix, wie mir schien.
Mit einem sehr guten Gefühl, wohl viel richtig gemacht zu haben verabschiede ich mich und danke herzlich für die ausnahmslos lieben und bisweilen sogar großartigen Worte, die ihr für meine Arbeit oder für mich als Mensch hinter’m PC gefunden habt!

Ein Gros der Hoggers, die zu Sunwellzeiten dabei war und ganz viele der aktuellen Hoggies (soviel anders wars dann ja auch nicht), finden sich bei Aion wieder und ich kann weiter in den Genuß netter Menschen und ausgezeichneter Spieler kommen. Worüber ich ebenfalls dankbar bin! Die tollen Kommentare in meinem Abschiedsbriefchen, im Forum, online und auch per Email werd ich nicht so schnell vergessen.

Melancholisch bleibt nur:

D A N K E !

Veröffentlicht in: on Oktober 8, 2009 at 8:57 Kommentare (1)
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Der Abschied

… nun, wie beschreibt man sowas am besten. Viele Viele Stunden mit massivem Spaß bot mir „World of Warcraft“ über Jahre hinweg. Ich denke es war ganz klar die Freizeitbeschäftigung, der ich ein Großteil meiner Freizeit gewidmet habe und ich bereue es zu keiner Zeit. Innerhalb dieser gesamten Zeit habe ich vieles angenehme erlebt, einiges unangenehme mit Sicherheit auch und ich will nochmal versuchen, meine WoW Karriere Revue passieren zu lassen.
Na klar habe ich auch „kopflos“ den Druiden hochgespielt, wirklich verstanden habe ich das Spiel und viele meiner Weggefährten wohl auch erst mit LVL 50 so richtig. Tank? Heilung? DPS? Von nix eine Ahnung gehabt, davon aber eine ganze Menge. Was erinnere ich mich an endlose Stunden in der unteren Blackrock Spitze. Niemand kannte sich da aus, es war verwirrend groß, effektiv waren wir gleich gar nicht und der Respawn war allgegenwärtig nervig und immer unser Feind. Damalige Weggefähren, Anwarr, BarbosMixi natürlich und ach so viele andere noch. Wir gründeten gemeinsam am 17.7.2005, also vor mehr als 4 Jahren, die „Keepers of Dawn“. In all dieser Zeit habe ich niemals die Gilde verlassen oder auch nur damit geliebäugelt, es war mein virtuelles zu Hause. Viele kamen, viele gingen, in den Spitzenzeiten dieser, inzwischen einer der ältesten aktiven Gilden des Servers, zählten wir weit über 100 Accounts. Es wurde geheiratet, Kinder wurden geboren. Beziehungen entstanden, andere gingen auseinander. Zweitcharaktere hatten die Spieler ebenfalls in der Gilde, wir hielten nix davon, Twinkgilden zu gründen. 254 Mitglieder war wohl die Höchstzahl, wie ich mich erinnere. Ich spielte ab und an ein wenig PvP und aus diesen Anfangszeiten sind mir auf der Gegenseite von damals immer noch Namen wie Sareefa & Edge im Kopf geblieben. Oder auch noch Tiamatsrüge. Intensiv habe ich das nicht verfolgt, aber durchaus mit viel Erfolg, WENN ich es denn mal mit den Invictus Jungs betrieben habe, die das für ihr erklärtes Ziel religiös verfolgten, dort massiv zu gewinnen.

Diese ersten Raids waren natürlich eindrucksvoll. 40 Leute zugleich im Teamspeak, alle am selben Strang – WOW ! Den Zauber seiner ersten erlebten Raids wird wohl kaum einer vergessen. Zerwürfnisse wegen der Leistung innerhalb der extrem zielstrebigen und fordernden PVP Hälfte des Raids und uns etwas ruhigeren Gesellen beendeten das aber schnell. Dabei legten wir direkt schon in den ersten 2 Abenden 7 Bosse im geschmolzenen Kern, wer konnte das schon von sich behaupten … ! Wir waren schliesslich alle neu dort und ohne Raiderfahrung. Nichtsdestotrotz, wir erweiterten unseren Spielerpool und die Gilde und nicht allzuviel später zogen wir auf eigene Faust los. Wieder war mir die Raidleiterrolle auferlegt, zusammen mit meinem ewig treuen Weggefährten und Organisator im Hintergrund, der „doofen Hex“ Sinthora ging’s weiter.
„Scheisse ist der groß“ war eine der Reaktion im TS beim ersten Auftauchen Ragnaros’. Scheisse war das laut, als er nicht so viele Abende später das Zeitliche segnete. Schon damals fanden unsere Raids nur an zwei Tagen in der Woche statt. Zwei Tage, auf die sich alle immer sehr sehr gefreut haben. Direkt prickelnd schon war da die Vorfreude schon auf den nächsten Raidabend. BWL war das nächste Ziel für uns. Und huiii war das nochmal ein anderes Kaliber für uns Hausfrauen und Hobbyspieler, für unsere Mitspieler zwischen 50-60 Jahren und aber auch für die jungen, die da mit 14 Jahren ihr Unwesen trieben bei und mit uns. Uns gelang es schlussendlich, dort Razorgore irgendwann in die Schranken zu weisen. Der Raidkiller „Vaelastrasz“ stand uns bevor und wirklich! Der war hart für uns. Doch irgendwann fiel er, dieser eindrucksvolle Drache in einem für ihn viel zu kleinem Raum. Ich meine, es war für uns der 37. Versuch, an dem es uns endlich gelang. Für mich der schwierigste Boss dort, so unberechenbar, so intensiv und drastisch gestaltet. Später bei unseren Durchmärschen, wo wir souverän alles erlegten, konnte er uns immer wieder noch gefährlich werden. Unsere Tanks erreichten das erste Mal auch Trefferpunkte jenseits der 10.000er Grenze … Treu aber folgten alle immer meinen Einteilungen, die ich mit mit meinem Druidenkollegen Firunjan vornahm, mit dem ich mir die Leitung seinerzeit teilte. Es waren grandiose Zeiten voller Spaß und intensiv erlebter Erfolgserlebnisse. Jeder Boss (bis auf Lashlayer) war irgendwie doch erarbeitet und anders. Die ewiglichen Chromaggus Kämpfe, das Hundi hatte so abnorm viele Trefferpunkte … Nefarian am Balkon, die magische „40″ auf dem Dach, das erste Mal die Landung des gewaltigen Drachen dann auf dem Balkon. Diese Szenen, die man virtuell gemeinsam erlebte, unterhielten uns auch auf zahlreichen Gildentreffen, die stattfanden. Unter anderem auch gaben die Erfahrungen soviel Stoff für Erzählungen, daß wir auch mit 50-60 Gildies (!) Kassel unsicher machten und dort eine großartige Zeit verlebten. Ich denke gerne daran zurück.

Sogar eine zweite Schlachtgruppe formierte sich innerhalb der Reigen der Keepers – trotz 40 Mann konnten einfach nicht alle mit, die gerne wollten. Und auch dieser Schlachtgruppe gelang es immerhin, bis Razorgore vorzudringen und diesen zu besiegen. Zu dieser Zeit hatte ich selbst auch noch einen Priester auf 60 gespielt und sprengte mit diesem die DMG Meter z.B. in der SG-2 oder auch hier und da mal als Gast in anderen Raids. Es war gut zu wissen, daß auch das sehr gut ging, trotz vieler Unkenrufe anderer Schatten-Spieler oder allgemeinem Gejammer.
Das Tier2 Set konnte ich ebenso wie das T1 Set vervollständigen. Auch T0 hatte ich voll und sogar die Questreihe zum T0,5er habe ich tapfer durchgezogen und hatte auch dieses Set vollständig – allerdings war ich da schon nahezu T2 komplett. Es war eine gute und schöne Zeit. Uns gelang es sogar, das legendäre Schwert „Thunderfury“ satte 2x zusammenzubauen in der Zeit. Ich glaube, das können nur wenige Schlachtzüge von sich behaupten. Auch wenn das natürlich im wesentlichen am Dropglück der Fesseln lag, na klar. Trotzdem war es eine denkwürdige Aktion, auch der gewaltige Kraftakt im Farmen der Materialen dafür, wo eben alle mithalfen und daran arbeiten. Man bedenke, 100 Gold waren damals noch ein SATTER Batzen und nicht mal eben erfarmt.
„The Burning Crusade“ nahte am Horizont. Die Tore von Ahn’Qiraj öffneten sich, wir machten Dienstags noch eine 20er Gruppe für AQ20 & Zul’Gurub auf, beide Instanzen wurden sehr, sehr oft ebenfalls vollständig geleert. AQ40 aber kam bei unserer Schlachtgruppe nicht gut an. Das Thema „Käfer“ lag einfach keinem. Wir kämpften uns bis einschliesslich Fankriss durch, aber dann wollte keiner mehr dorthin. BWL war immer noch toll irgendwie, Naxxramas stand noch zur Debatte. Aber wir hatten nur einen oder zwei Abende dort. Anub’Rhekan sah uns immerhin 2x, aber dann kam BC und der Raidbetrieb wurde zunächst eingestellt.
Ich persönlich mochte „Burning Crusade“ im Nachhinein sehr. Es war anspruchsvoll und schwieriger als die Vanilla-Zeit. Ruf bei Fraktionen war von nun an von Bedeutung, gleichzeitig aber nicht ätzend zu erhaschen, allgemein hat’s mir gut gefallen. Die 25er Raids wurden wieder aufgenommen und wir scheiterten kläglich schon an Gruul. Das war für mich persönlich eine unangenehme Zeit als Führungsperson in Entscheidungsposition. Von mir selber behaupte ich, eine guten Überblick über die jeweilige Einzelleistung im Raid zu haben und sollte die Funktion gesichert werden, MUSSTE sich hier einiges ändern. Hier hiess es dann leider „aussortieren“. Letzten Endes sorgte wohl der Frust an Gruul selbst schon dafür, daß die Schlachtgruppe dort zerbrach. Trotz supi Vergangenheit und auch persönlicher Sympathien, die ohne Zweifel da waren (ich verbrachte z.B. auch ein Sylvester mal in Hamburg bei WoW Bekannten!) kam ein glatter Bruch, an dem ich auch selber zu knabbern hatte. Denn unfair wollte ich selber nie werden und ich denke auch, ich war es nicht. Trotzdem wurde Kritik überhaupt nicht gut angenommen, was sicher u.a. am Versagen der SG selbst lag. Sei’s wie’s sei, die Keepers schrumpften sich gesund, wenn man so will. Für mich gab’s dann einige Wochen Raidpause mit meinem Druiden, Hex und ich vergnügten uns in anderen SG’s, ich mit dem Priester, der natürlich auch die 70 sah. Dort weit vor allen anderen rangierend war das natürlich irgendwie auch lustig, souveränst davonzuziehen. Kann nicht sagen, daß mir da keiner abging *lach*. Natürlich übertreibe ich, aber der Übergang zum Hogger-Raid, der sauber in Planung lag war so sehr angenehm.
Handverlesen hatten vor allem TDK & Rohal mit dem gedanklichen Setup der zukünftigen Hoggies zu tun, natürlich im Kern die Zugpferde des „alten Raids“. Rücksprache mit mir und meinen Empfehlungen gabs natürlich und Rohal, der die Raidleitung machen wollte und sollte bestand auf meine Mithilfe. Ich war mal ganz froh, deppert mitschwimmen zu können und konzentrierte mich auf den Heilerpart. Den ich bis heute am liebsten mag :) Der Raid lief erwartungsgemäß toll an, FdS & SSC lagen vor uns und wollten bezwungen werden.
Februar übernahme ich dann erneut komplett die Leiterrolle. Ich kann im TS ja eh nicht meine Klappe halten wie alle wissen, die schonmal mit mir geraidet haben.

Die meisten, die das hier lesen werden sind Beteiligte von diesem Raid, den ich gerade später zu Sunwell Zeiten als einen extrem (!) potenten Raid kennengelernt habe. Unglaublich, wie gut wie unterwegs waren und was wir alles gerissen haben. Immer im direkten freundschaftlichen Wettstreit auch mit den Leuten von NA, US, die um uns herum gondelten. Im Nachhinein muss ich schon sagen, mit stolzgeschwellter Brust diesen Haufen Hobbyspieler mit nur 7-8 Raidstunden die Woche auch dahingebracht zu haben, wo andere mit mind. doppeltem Aufwand standen. Das war ganz ganz großes Kino, was ihr Spieler da gezeigt habt! Wir waren dort nicht nur 1-2 Handvoll Zugpferde und Leute, die sich sehr gut haben motivieren und mitziehen lassen, wir führten mitunter echt richtig gutes Ballett auf. Der gegenseitige Respekt war groß untereinander. Der Void Reaver fiel am ersten Abend, Solarian nicht so sehr viel später. Wir besuchten den Schlangenschrein und die Festung im Wechsel, die Raidabwechslung war seinerzeit prima. So viel Spaß hatten wir an Lady Vashj, die ich auch heute noch für einen der kreativsten Bosse halte. Die gute Dame hielt uns einige Zeit auf Trab aber ihr Fall war auch einer der großen Momente in der Hoggerraidgeschichte.
Ich hatte schon das große Glück mit Leuten loszuziehen, die eben nicht blöd im Kopf oder merkwürdig waren. Bei Fragen war ich allgemeiner Ansprechpartner und ich würde lügen wenn ich nicht sagte: Ich habe das durchaus genossen und tat es bis heute! Es ist gut zu wissen, das man seine sache ordentlich macht und das durch schier endlose Whisper und Bemerkungen am Abend auch zu hören bekommt. Das sind die schönen Seiten, die man bei der Raidleitung geniessen kann. Die andere Seite, die einen in Trab hält, konnte das Gott sei Dank nicht herunterziehen.
Herrjeh war ich manchmal auch angenervt, wenn sich unser extrem schmaler Kader (selten waren wir deutlich über 30 Mann bei den Hoggies) mal wieder nur zu 90% angemeldet hatte. Der sehr schmale Kader aber war teil unseres Konzepte und nur diese große Konstanz aller Beteiligten Mitspieler, bei der jeder einzelne über ein halbes Jahr gesehen immer eine Raidbeteilung nur knapp unter 100% aufwies, ermöglichte uns die steilen Lernkurven!
Wenn man in seinem eigenen Raid ist und hier und da dann mal wieder eine dumme Aktion erlebt, fehlt einem schnell mal der Vergleich. Allerdings, wenn ich dann mal woanders mitlief, aushalf oder einfach nur so dabei war wurde mir immer wieder klar, welches Niveau wir doch schon erreicht hatten.

Kael’Thas erlag unserer Schlachtgruppe, Hyjal war das nächste Ziel. Aus privaten Gründen verliessen uns im April/Mai 2007 einige Spieler, nach dem Ausscheiden Rohals brauchten wir wieder einige fitte Spieler und hier stiessen wir auf die „Tempest“ Jungs. Auch „dufte Typen“, wie man so schön sagen konnte. Spielerisch sowieso oben auf, aber sie brachten auch viel viel Spaß und Konstanz mit. Sie wurden zu einem nicht mehr wegzudenken Teil der Hoggies. Den schwarzen Tempel leerten wir erfolgreich (Klick!), Hyjal überrannten wir schon quasi. Archimonde war für uns merkwürdigerweise schlimm, aber der Rest war supi. Illidan fiel in tollen Kämpfen, Kalecgos (Klick!) wie schon oben erwähnt auch nicht viel später. Der Lichking stand vor der Tür, für uns etwas zu früh aus Sunwell Sicht. Aber Kay-jay starb …(Klick!)
Rückblickend hatten wir unseren spielerischen Zenith erreicht, ohne Zweifel. Später im Lichking konnten 10er Gruppen auch die 310er Drachen erhaschen, sowohl zu Naxx Zeiten mit dem verseuchten als auch in Ulduar mit dem rostigen. Und trotzdem sorgte WotLK mit seinem mangelnden Anspruch auch dafür, daß Spieler nun langsam begannen, mit dem Spiel aufzuhören. Dankbar verliessen sie den Raid und das Spiel, in all der Zeit war das immer der einzige Grund gewesen, warum wir überhaupt Spieler aus dem Hogger-Raid verloren haben. Sie waren nämlich immer glücklich mit und bei uns, aber das Spiel selber konnte sie nicht mehr halten. Einzig die Loyalität, die unseren „Hoggies“ innewohnte, hielt viele noch über Monate nach Erreichen der unteren Spaßgrenze. Dennoch fand mit WotLK bei uns während Naxxramas dann eine veränderung statt und die ersten Langzeitspieler verliessen das Spiel. Spitzenspieler mit unheimlichem Spielverständnis und noch guter Laune, denen das Recycling des Spielinhalts aber auch zuviel Spielspaß raubte. Dieser Trend war nicht aufzuhalten und so sind wir heute doch zu 2/3 ein anderer Raid, ein anderer Schalchtzug, als wir es zum Ende von „The Burning Crusade“ waren.
Aber WoW bot nichts mehr und für mich waren einige dieser Spieler auch der Großteil des fast schon garantierten Spielspaßes, den ich MIT diesen Menschen haben konnte. Es ist schwierig in Worte zu fassen und auch die, die nun mal neu mit in den Raid kamen und helfen machen ihre Sache wahrlich gut. Persönlichkeiten, die aber wichtig für mich sind gibt es nicht mehr und denen mag ich hinterhertrauern. Sie fehlen mir und diese Personen können auch die neuen Mitspieler nicht ersetzen, nur Ihnen nacheifern.
Mir ist natürlich sehr bewusst, was es für diesen, unseren Raid bedeutet, wenn ich nun meinen Hut nehme. Dieser Ausblick macht es mir logisch auch nicht leichter. Aber ich fühle mich nicht mehr gefordert. Mir ist das Spiel zu simpel geworden, ein zu offensichtlicher „Time Sink“. Ich denke, ich hab das Spiel auch zu sehr „begriffen“. Angucken „ah, so geht das“. Schwierig, da etwas neues zu bieten natürlich. Und damit ist einfach die Zeit gekommen, diesen Teil hinter mir zu lassen. Ihr habt nun schon wahnsnnig lange durchgehalten und das alles gelesen und ich könnte noch unglaublich viel mehr schreiben. Im wesentlichen aber doch zu den Spielern, die mich über Jahre begleitet haben. Zu euch allen könnte ich einzeln absatzweise referieren, aber das sprengt doch den Rahmen.
Der olle Super-Fliksi, der gerne unverzeihlich schimpft und die Kollegas mal gern als plöht hinstellt *ggg*. Trotzdem, wo wären wir, wenn Du nicht tanken würdest?
Hexi, immer liebevoll den DKP Schrott gemacht, Punkte verteilt und ewiger Plündermeister und auch immer da, wenn man mal Vorgehen besprechen musste und wie’s mit dem Raid weitergeht.
Varo Auch immer da gewesen, ruhige Seele. Ich glaub, nur einmal warst Du richtig sauer in all den Jahren, aber sonst stets einen zynischen Kommentar und eine konstant gute und souveräne Leistung gezeigt. Hab Dich immer super gern dabei gehabt!
Brek aka Almo, immer gute TS Präsenz gehabt und damit auch eine der prägenden Figuren im Raid. Danke auch, daß Du so konstant dabei warst und den Spaß geteilt hast. Du bist und warst dadurch auch sehr wichtig gewesen, Dirk!

AnwarrSisqui … nun auch Emen. Spieler, die uns in den letzten Tagen verliessen und mich damit auch sehr traurig machten. Ömmels stets großartige Höflichkeit war enorm bemerkenswert. Niemals ausfallend oder gar böse. Sisqui über Jahre hinweg Teil „meiner“ Gruppe 1. Ensignion, Sisqui, Tdk, Sinthora & ich – was hatten wir für dicken Spaß auch im Gruppenchannel! Unvergessen. Kologarn-Pulls oder „Rammel-Sissi“. Was habe ich gelacht. Thunderfury-Anwarr, einer meiner ersten Begleiter überhaupt auch in 5er Gruppen.

Das ewig verlässliche Schurkenteam überhaupt, Timeas & Emen. Meiner Heilerkollegen. Was haben wir gefeiert, als Mike aka Dranos nicht an der Statue vorbeikam! Den hab ich sehr sehr vermisst nach BC. Ewiglich treu Sent & Jancava, das Priesterpäärchen.
Es ist unglaublich schwierig allen Danke zu sagen. Gerne hätte ich auch mal erlebt, wie ein Slyboogie auf Rohal trifft *ggg* Bosse ge two-hitted? *lach* Beide Spieler waren in ihrer Klasse schon sehr besonders. Aber auch Tourgwai & Broti waren Garant für ausgezeichnete Spieler.
Und sehr gerne erinnere ich mich auch an den guten Borchel alias Barlosch. Plötzlich verliess er uns, aber auch er trug den Raid und auch die Jägerfraktion.
Unsere Heilschamanen noch Schamicha & Katja, die ebenfalls beide auf sehr gutem Niveau nun spielten – ich werd’ sie alle vermissen.

Oder denken wir an eine weitere treue Seele, den guten Havelaar. Auch Gernot ist mir als Spieler und auch als freundlicher Mensch ans Herz gewachsen. Ein Paradebeispiel toller Entwicklung. War er doch sehr unsicher zu Anfang und schnell überfordert, wenn er ungewohnte Sachen machen musste, änderte sich das im Laufe der vielen Monde doch erheblich. Waren wir vlt. als Raid zunächst frustriert, daß er bei M’uru die drei Adds einfangen sollte und das mal so GAR nicht klappen wollte – so war er aber beim Firstkill von Mimiron im 10er Hardmode dabei und war eine Bereicherung mit seinen Aufgaben, seiner Vorstellung an Fehlerfreiheit und seiner Hingabe dort und konnte sich zurecht auf die Schulter klopfen.

Wir alle haben unglaublich lustige Momente erlebt, bisweilen konnte ich mir den Bauch nicht mehr halten. Wir Hoggies waren ein sehr ungezwungener und unglaublich lustiger Raid. Gäste, die wir mal mitnahmen waren ohne Ausnahme stets begeistert und fragten immer wieder nach oder boten sich an, wenn wir doch mal wieder jemanden brauchten … kann es eine schönere Bestätigung für unsere Moral geben? An unser Team, das wir gebildet haben?
Es fällt schon schwer, alle Spieler namentlich zu erwähnen und es möge sich niemand vergessen fühlen. Auch Todesmoppel, das Jäger+Hexe Päärchen sind alles Spieler, die ich liebgewonnen hatte. Ich komme vom hundertsten ins Tausende. Auch unser Fronti hatte am Ende seinen Platz, brachte Motivation und sorgte auch immer dafür, daß die Zyniker unter uns und die „fiesen Säcke“ ein Opfer hatten, der mit den teils derben Sprüchen auch umgehen konnte. Dafür, Tom, möchte ich Dir auch nochmal von Herzen danken!
Unser allgegenwärtiges Schattenpriesterchen Fiannah Es gab kaum einen Raidabend, wo Du nicht präsent warst und damit stellst auch Du ausserhalb der Raidleitung den Inbegriff für Konstanz dar. Dafür ebenso ein dickes, dickes Danke auch an die Frauenfront damit.
Schlussendlich bedanke ich mich bei allen. Für euer Vertrauen in meinen Stil, den Haufen auch zusammenzuscheissen. Für eure Loyalität und nichtzuletzt für endlos viele Stunden Spielspaß und Zerstreuung in meiner Freizeit, zu der ihr alle beigetragen habt. Es war ein satter Haufen Arbeit, organisatorisch gesehen, aber in den allermeisten Fällen hat es sich ausgezahlt. Und die wenigen weniger erfreulichen Abende gehen zahlenmäßig weit in der Menge der tollen Abende unter, so wie es auch mit einer Freizeitbeschäftigung sein sollte.
Für unsere Albernheiten sei symptomatisch dieser Screenshot auch nochmal in Erinnerung gerufen: Klick!
Und den Spitznamen von euch, „Elch“ – ja nun, auch das habe ich als nette Geste von euch allen angenommen. Letztlich ist ein Spitzname auch eine persönliche Geste und ich hab mich immer drüber gefreut, auch wenn er irgendwie skuril ist.

Danke an alle, die so sehr lange durchgehalten haben, diesen doch etwas längeren Text zu lesen. Im Laufe meiner WoW Karriere habe ich sicher hunderte verfasst, sicher waren auch mal Textwände mit dabei. Und große Berichte zu unseren Bosskills waren alle von mir gewohnt. Aber auch das war aufgrund des Schwierigkeitsgrads nicht mehr lohnenswert am Ende, durchzuziehen. Sie waren es nicht mehr wert.

~3100 Wörter waren es nun. Ich bedanke mich schon im Vorraus für eure lieben Worte, die mich bestimmt erwarten werden, nach diesem Beitrag … aber seid gewiss, ich stehe und stand immer zu meinen Entscheidungen, ein Zurück wird es nicht geben ihr Lieben.

„Ihr wisst nicht, was euch erwartet !“

-Euer Elch

Veröffentlicht in: on September 28, 2009 at 7:50 Kommentare (24)
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Back in town

Long no see, könnte man sagen. 14 Tage im indischen Ozean in einem großartigen Hilton Resort sorgten sowohl über als auch Unterwasser für ein für mich einmaliges Erlebnis, was ich wohl so schnell nicht vergessen werde. Wer in seinem Leben nochmal die Chance hat, die Malediven zu besuchen – lasst sie nicht ungenutzt verstreichen, wer weiß, wie lange es sie bei dieser globalen Erwärmung noch zu bestaunen gibt
Ein einmaliges Erlebnis begleitete mich nach dieser gut 3-wöchigen WoW Pause auch online. Im Launcher hieß es „v3.2.2 – Onyxia is back!“. Aha. „Das gleiche Spielerlebnis für damals, auf LVL 80 angepasst“. Aha. Naxx recycled, okay, das haben sicher nicht viele gesehen. Onyxia aber sehr wohl. Und die maßlose Enttäuschung, sogar meine „Elchmütze“ droppen zu sehen, dasselbe Modell wie damals nach dem Kampf, nur erhöhte Werte … Sogar Frost- & Feuerwiderstand war wieder zu finden!. Das der Kampf im Grunde auch unverändert ablief war der Höhepunkt bisheriger Einlullerei durch Blizzard.
Den „neuen“ PvP Boss kannte ich ebenfalls nicht – Frechheit. Sowas kann man nicht Boss nennen. Antanken, umhauen. Zumindest eine theoretische Chance bestand zu den Neuzeiten der Kollegen Emalon & Archavon, auch als Spieler zu sterben. Hier ist das quasi schon ausgeschlossen, wenn man nicht einarmig & blind oder falschherum vor dem Monitor sitzt. Anub’arak kannte ich auch nicht aber auch der war öde geworden und keinerlei Herausforderung. Alo „No Guides !“-Leser hatte ich von keinem eine Ahnung, aber man braucht als nicht unerfahrener Spieler maximal 20 Sekunden jeder Eigenschaft, um zu begreifen. Schlussendlich besiegelten die gestrigen Erfahrungen meine WoW Geschichte – zum 30.11. verlasse ich Azeroth und sage auf Nimmer Wiedersehen wohl.
Ich mag nicht für aufgewärmten Mist länger ohne Spielinhalt und anspruchslos bis-zum-geht-nicht-mehr weitermachen. Nichtmal die 10er Hardmodes waren eine besondere Hürde, einzig Mimiron kostete uns mehr als einen Tag, die restlichen brauchten seinerzeit nur wenige Versuche letztlich. Gruppe basteln, hingehen, umhauen. Mir genügt das nicht mehr.

Veröffentlicht in: on September 25, 2009 at 11:20 Kommentare (3)

Im Kolosseum …

… finde ich das schon wieder viel zu einfach. Der Pfähler ist simples Tankwechseln und mal ein Add hauen. Die beiden Würmer sind eigentlich ganz lustig, wenn das mal mit dem Flammendebuff korrekt funktionieren würde. Wir haben es nun schon zichfach erlebt, daß der Tank vom Säurewurm das Toxin abbekommt und ein anderer mit Flammendebuff sofort hinläuft und andersherum und es einfach nicht vom Tank genommen wird. Nervig dadurch, sonst aber ganz nette Idee.
Den Yeti am Ende fand’ ich total zum Schmunzeln, wenn der sich in die Wand verrennt habe ich doch ganz gut gelacht, aber man muss schon einschlafen, um da nicht rechtzeitig wegzukommen an sein Ziel und da das das einzige ist, was er kann, ist’s wieder simpel.
Der zweite Boss Kann selber gar nix, ab uns zu mal ein Add wegtanken und umhauen und nicht im Feuer stehen … Naja, öde?
Das Arenaevent gegen die Horde passt zwar einerseits ins Setting, auf die ein oder andere Art, na klar. Wir befinden uns schliesslich in einer Arna, da darf man auch gegen andere Mal kämpfen. Andererseits, wenn ich PvP Elemente haben will, dann kann mich für BG’s anmelden oder die „echte“ Arena betreten. Hinzu kommt noch, daß es mit 10 fitten Spielern strunzend simpel ist, wenn die alle ein wenig ihre Klasse ingesamt verstanden haben und nicht nur ihre 1-Tasten Rotation beherrschen …

Gestern gab’s auch den 4. neuen Boss. Hier steckt eine supi Idee als Konzept dahinter, mal wieder ein wenig was anderes mit lustigem Essenzwechsel und Bällchen aufklauben und all das. Aber auch hier ist der eingehende Schaden insg. derartig gering, daß der Kampf schlichtweg VIEL zu einfach ist! Schade ums Konzept. Auch hat man die 100 Stacks extrem schnell zusammen und braucht sich dann nicht mehr drum zu scheeren. Man möge mich korrigieren, aber wenn ich die Essenz wechselte, hatte ich die immer noch und die wurden zu keinem Zeitpunkt zurückgesetzt. Vor lauter Langeweile, die Schadenslümmel waren ja eh lange bei 100 angekommen hab ich die auch miteingesammelt … was ja als heiler mal sinnfrei ist eigentlich. Ich finde, das hätte man ruhig machen sollen, so hätte man sich immer wieder um die Kügelchen kümmern müssen. Bin gespannt, was die Hardmodes demnächst bringen. 245er Zeug bekommt man im 25er wirklich einfach nachgeworfen.

Veröffentlicht in: on August 27, 2009 at 8:58 Kommentare (3)
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Hartmut

Nachdem wir ewig lange keinen Bock dazu gehabt haben, das überhaupt zu probieren, haben wir vor ca. 6 Wochen mal mit einem 10er Grüppchen angefangen, an einem Abend die Woche auch die Hardmodes auszuprobieren. Im wesentlichen endeten die meisten alle mit: 1x probieren, beim 2. mal fast schaffen, beim 3. Mal Boss tot. Sogar mit den 3 Bäumen bei Freya gelang das so, 1. Mal angucken, beim 2. Mal sauber umgeklopft. Mit dem harten Kern der Hogger-Truppe problemlos machbar.

Spielerisch ein anderes Kaliber ist dabei aber erneut wieder Mimiron(Yogg haben wir noch nicht weiter probiert). Durch Drücken das roten Knopfes wirds hier nochmal richtig lustig, der Raum brennt, er macht mehr Schaden, hält mehr aus, viel viel Bewegung muss passen, Spieler verfolgende Flammen müssen taktisch klug bewegt werden, während man den ganz normalen Mimiron Kram auch noch nebenher macht. Insgesamt brauchten wir dort wohl gute 6-7 Stunden, über die Wochen hinweg addiert, bis er schlussendlich lag. Aber das sind die Dinger, von denen ich gerne mehr hätte. Ein Boss der nie unfair wird aber trotzdem hohe Gruppendynamik erfordert, Spontanität und viel Spielübersicht, grundsätzlich mal genial der Kampf.

Von sowas hätte ich gerne mehr gehabt.

Jetzt noch Yogg-Saron mal ausprobieren mit nur einem Wächter, damit wir auch das letzte Meta-Achievement für den ollen Drachen haben und gut ist, können wir den Laden sozusagen abhaken. Achja, Algalon noch, nagut.

Veröffentlicht in: on August 24, 2009 at 9:37 Kommentar schreiben

Itementwertung – noch schneller?

Fix geht’s dieser Tage. T8,5 hatte ich bis auf die Yogg-Schultern (mal für einen anderen gepasst, mal nicht weit genug vorn gestanden in unserem DKP System) vollständig und auch alles andere habe ich nach nur wenigen Wochen nach Naxxramas vollständig ausgetauscht. Das schöne Gefühl, sich einen Gegenstand quasi „verdient“ zu haben, will sich bei mir aber nicht mehr einstellen. Was habe ich mich zu Zeiten BWL’s über den „Edelstein der Verjüngung“ gefreut! Oder von mir aus die letzten T6 Teile aus Sunwell. Okay, ich trage noch meinen Heilerkolben von Kel’Thuzad, aber nicht, weil ich nicht lange etwas besseres hätte kriegen können, nein, ich habe für alle anderen Heilerkollegen logischerweise gepasst, da mir das Würfelglück für die Splitter von Val’Anyr auch mal hold war und ich davon nun knappe 20 mit mir herumtrage. Die Lebensdauer verringert sich sehr drastisch und im Verlaufe des aktuellen Raidzyklus ist es mir tatsächlich passiert, das ich mal nicht das Set vollstänidg hatte (hatte nur aus’m 10er die T8 Schultern) und direkt auf die nächst höhere Ebene sprang.
Triumpfmarken gibt’s doch relativ schnell und reichlich, so daß ich mir bereits gestern die T9,25er Schiftung zum Heilen abholen konnte, da ich auch schon im Besitz einer dieser Trophäen aus’m 25er bin bzw. war. Da es pro Woche auch mehr Bosse zum Umhauen gibt, wird sich das Tempo des Austauschens weiter beschleunigen, die heroischen Instanzen total overequipped abzurennen wird mit dem neuen Kram auchnicht schwerer, so daß man fürs Durchrennen ca. soviel Zeit einplanen kann wie es dauert, überhaupt hinzukommen.
Extrem genervt schon steht man in den Höhlen der Zeit bei Stratholme herum und betet, daß Blizzard das Event überspringbar macht, was man sich minutenlang immer reinziehen darf. Die Realität ist die, daß alle Spieler in der Zeit 5 Minuten afk gehen oder ein Freiwilliger schonmal den Unsinn mit den Kisten vorbereitet usw. usw. …
Ich verbinden mit den neuen Sachen also nix persönliches mehr. Sie sind besser, schön, aber ich hab das Gefühl, es nachgeschmissen zu bekommen. Die einzige Leistung war es, 24 andere zu finden. Steckt darin also die Leistung, die Blizzard sehen will? Wenn’s so weitergeht, bin ich (Achtung übertrieben) in 2 Wochen mit T9 Sachen ausgestattet und fertig. Den krassen Gegensatz zu MC/BWL will ich so nicht haben. T2 vollständig zu bekommen dauerte bei mir 32 Wochen – das ist freilich grober Unfug. Aber 3-4 Wochen find ich wiederum auch ein wenig schnell.
Ich glaube, ich vermisse sehr diese Aktionen für ein Thunderfury, ein Quel’Serrar und dergleichen. Trotz allem Aufwand finde ich, haben diese Dinger einen ganz anderen emotionalen und ideellen Stellenwert als heutige Gegenstände. Daher bin ich auch sicher, daß solche Gegenstände, die dann durchaus zurecht auch ein „aaah!“ oder „oooh!“ hervorrufen, sich durch sowas ins Gespräch bringen die Welt als solches lebendiger gestalten – und damit auch mehr Individualität hineinbringen. Für Farbtöpfe ist Blizzard zu doof, das sehen wir ja, aber den Einheitsbrei den sich derzeit bieten und auch durch die mangelnde Auswahl an Gegenständen (Ich trag halt dann T9 weil das eh „quasi“ best-in-slot, no-brainer) wird alles zu einem Einheitsbrei vermengt. Ich seh jedenfalls (nahezu) keinen mehr herumlaufen, der kein T8 hat in Dalaran -> laaaaangweilige Optik.

Veröffentlicht in: on August 20, 2009 at 10:53 Kommentare (7)
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